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Als leidenschaftlicher Gamer legst du sicherlich großen Wert darauf, dass die Spielinhalte auch in einer optimalen optischen Qualität dargestellt werden. Hierfür brauchst du vor allem eins: eine gute und ebenso leistungsstarke Gaming-Grafikkarte. Die Grafikkarten wurden in den letzten Jahren von den Herstellern konsequent weiterentwickelt und immer wieder mit neuen technischen Standards versehen. Eine gute Grafikkarte zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass je Sekunde möglichst viele Bilder dargestellt werden. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl an weiteren Kriterien, auf die du bei der Auswahl achten solltest.

Eines der wichtigsten Auswahlkriterien für die Gaming-Grafikkarte ist die Modellnummer. Sie gilt für Gamer als der Leistungsindikator schlechthin und genießt daher entsprechend viel Aufmerksamkeit. Die Modellnummer setzt sich bei den Grafikkarten aus drei Elementen zusammen:

  • Grafikprozessor, kurz GPU
  • Taktraten
  • Speicherbandbreite

Vor der Modellnummer steht zudem immer der Markenname. Anhand der Modellnummer lassen sich also einige wichtige Fakten zur Grafikkarte ablesen. Das erleichtert die Entscheidung natürlich erheblich. Dabei muss eine Karte mit viel RAM nicht immer auch die richtige Wahl sein. Oft können die nächsthöheren Modelle die damit verbundenen Merkmale schon wieder übertreffen.

Kommt es dir im Spiel vor allem auf die Performance an, solltest du dich bewusst für die beste Grafikkarte entscheiden, die in dein Budget passt. Grundsätzlich müssen allerdings das Modell der Grafikkarte und die Leistung deines PCs einfach zusammenpassen. Um dies abzuschätzen, bist du immer auf ein wenig Fachwissen angewiesen, denn über die Modellnummern lassen sich nur schwer pauschale Empfehlungen aussprechen.

Speicher der Gaming-Grafikkarte

Ein weiteres, wichtiges Kriterium ist die Gaming-Grafikkarte. Auch hier gibt es große Unterschiede zwischen den Angeboten. Entgegen vieler Vorurteile kommt es hier aber weniger auf die Größe als vielmehr auf die Bandbreite an. Viele Einsteiger entscheiden sich bei der Suche nach einer Grafikkarte für das Modell, das den größten Speicher zu bieten hat. Dabei sagt gerade der Speicher nur sehr wenig aus. Für den normalen Gamer ist der Speicher im Grunde irrelevant. Nur wenn du beispielsweise auf ein 4K-Display zurückgreifst, solltest du auch darauf achten, dass der RAM ausreichend groß ausfällt. Darüber hinaus bieten die Spitzenmodelle auf dem Markt der Gaming-Grafikkarten ohnehin deutlich mehr Speicher.

Entscheidend für die Auswahl ist jedoch die Bandbreite und dieser sollte auch möglichst viel Aufmerksamkeit zuteilwerden. Die Bandbreite wird von zwei Faktoren beeinflusst

  • Leistungsstufe
  • Kosten

Bei der Speicherbandbreite handelt es sich immer um einen entscheidenden Leistungsengpass. Deswegen solltest du darauf achten, dass die Bandbreite möglichst großzügig ausfällt. Die Bandbreite ist bei einem GDDR5 Speicher in der Regel doppelt so auch wie beim DDR3 Speicher. Demnach solltest du beim Kauf in erster Linie mit dem GDDR5 Speicher liebäugeln.

Der Rahmen muss stimmen

Für die meisten Gamer handelt es sich bei der Grafikkarte um das wichtigste Element des Systems und das ist auch richtig. Trotzdem muss die Karte auch zum Rest des Systems passen. Du musst bei der Suche also immer die Plattform an sich im Auge behalten. So sollten zumindest Grafikkarte und Prozessor gut zusammenarbeiten. Hast du einen Rechner mit einem älteren Dual-Core CPU, brauchst du dich bei den Grafikkarten nicht im Bereich der Spitzenmodelle bewegen. Ein solcher Prozessor würde mit einer aktuellen Top-Grafikkarte gar nicht zurechtkommen. In diesem Fall ist es besser bei den Grafikkarten auf ein Mittelklassemodell zurückzugreifen.

Für eine hervorragende Spielleistung muss die Plattform, die dir zur Verfügung steht, passen. Du brauchst also neben einer guten Grafikkarte auch einen modernen Prozessor und ein gutes Display. Dein Prozessor sollte dazu in der Lage sein, gleichzeitig vier Threads zu verarbeiten. Das Display solltest du unter Berücksichtigung der Grafikkarte aussuchen. Hast du beispielsweise noch einen alten Monitor mit einer Auflösung von 1280 x 1024 Pixeln kannst du dir das Geld für die Anschaffung einer teuren Spitzengrafikkarte sparen. Hast du dagegen einen ausgezeichneten Monitor, bist du einfach auch auf ein Spitzenmodell bei der Grafikkarte angewiesen.

Verbindung von mehreren Grafikkarten miteinander

Um eine noch bessere Leistung zu erzielen, haben sich bekannte Hersteller von Grafikkarten wie Nvidia und AMD etwas Besonderes einfallen lassen. Sie haben ihre Grafikkarten mit einem Detail ausgestattet, dass es ermöglicht, die einzelnen Karten geschickt zusammenzuschließen. Durch den Zusammenschluss von mehreren Grafikkarten soll vor allem eine bessere Leistung erreicht werden. AMD nennt dieses besondere Feature Crossfire. Bei Nvidia heißt es dagegen SLI. Beide gehen jedoch mit den gleichen Möglichkeiten einher.

Der damit verbundene Ansatz ist sicherlich gut und vielversprechend. Doch nicht für jeden Gamer bietet sich diese Option auch wirklich an. Grundsätzlich muss mit der Annahme, dass zwei Grafikkarten auch tatsächlich die doppelte Leistung bieten, aufgeräumt werden. Oft ist genau das nicht der Fall. Meistens beträgt die Leistungssteigerung hier nur zwischen 25 und 50 Prozent. Darüber hinaus treten sehr oft Probleme auf, wenn mehrere Grafikkarten zusammengeschlossen werden. In diesen Fällen kämpfen viele Gamer mit

  • Inkonsistenz
  • Micro-Stottern
  • Unverträglichkeiten

Dadurch mindert sich nicht nur die Leistung der Grafikkarte, sondern es entwickelt sich auch ein deutlich höherer Geräuschpegel, was sehr unangenehm ist. Mehrere Grafikkarten sollten vor allem dann Anwendung finden, wenn du mehrere Displays nutzt oder bei deinem System auf einen 4K-Monitor zurückgreifst. Dann kann die Verbindung von mehreren Modellen sehr sinnvoll sein.

Bei der Suche nach einer Grafikkarte musst du auch auf die Fakten achten. Jede Karte geht mit gewissen Abmessungen einher. Es ist wichtig, dass die Karte in den eigenen PC passt. Auch wenn es sich hierbei um Details handelt, dürfen diese bei der Auswahl nicht vergessen werden. Vor jeder Kaufentscheidung solltest du dir also einen Überblick über den physischen Platz verschaffen, den dein Gehäuse bietet. Hier gibt es enorme Unterschiede. Ein weiteres, wichtiges Auswahlkriterium ist die Stromversorgung. Entscheidend ist die Anzahl der 6 und 8 Pin PCIe-Stromanschlüsse. Häufig kommt es vor, dass ein PC nicht mit den Grafikkarten zurechtkommt. In diesem Fall musst du auf andere Modelle ausweichen. So ist es empfehlenswert, dass du dann beispielsweise zu einer schwächeren Karte greifst.

Bei der Stromversorgung kannst du natürlich nachträglich Hand anlegen. In diesem Fall solltest du dich aber auf bekannte Marken wie

  • Corsair
  • Seasonic
  • Antec

verlassen. Diese Marken geben zumindest korrekte Werte an. Es gibt einige Anbieter, die hier mit falschen Spitzenwerten werben und schließlich dafür sorgen, dass die Grafikkarten anschließend nicht richtig funktionieren.