Skip to main content

Das Gaming-Headset rundet in den meisten Fällen die Hardware-Ausstattung der Spieler ab. Es sorgt für optimalen Sound und trägt damit in entscheidender Form zum Spielerlebnis bei. Angeboten werden die Gaming-Headsets mittlerweile von zahlreichen Herstellern in verschiedenen Ausstattungsvarianten. Die große Angebotsvielfalt erschwert die Kaufentscheidung, denn pauschale Empfehlungen wie bei Tastatur und Maus sind hier nicht möglich. Klang stellt immer eine subjektive Wahrnehmung dar und kann deswegen auch nur schwer beschrieben bzw. definiert werden. Er wird von jedem Menschen anders wahrgenommen. Deswegen sollte die Auswahl eines Gaming-Headsets auch immer nach persönlichen Bedürfnissen erfolgen.

Trotz der subjektiven Wahrnehmung und der persönlichen Vorlieben gibt es für den Klang einige typische Qualitätsmerkmale, die beim Kauf eines Headsets in die Entscheidung einbezogen werden können.

Um die Gunst der Gamer für sich zu gewinnen, werben mittlerweile zahlreiche Gaming-Headsets mit Merkmalen wie Surround-Sound, 3D- oder 5.1-Surround-Sound. Was vielversprechend klingt, ist allerdings in vielen Fällen eine wahre Mogelpackung. Oft steckt das Geheimnis dieser Soundqualität in einer speziellen Software. Diese ist dazu in der Lage den Sound so anzupassen, dass ein vollkommen neuer räumlicher Eindruck entsteht. Hier werden von den Herstellern zwar verschiedene Techniken angewendet – eines haben sie jedoch alle gemeinsam: Sie basieren auf sogenannten psychoakustischen Tricks. Demnach bietet ein solches Gaming-Headset in der Regel keinen wirklichen Surround-Sound. Vielmehr werden dem Gehirn bewusst verzögerte oder auch verfälschte Töne vorgespielt. Basierend auf der eigenen Hörerfahrung entsteht anschließend bei jedem Gamer ein individueller Raumklang.

Diese Kniffe gehen aber auch mit Nebeneffekten wie einem starken Hall und einer intensiven Betonung der Klangcharakteristika einher.

Vorteile von Surround-Headsets

Die Gaming-Headsets mit Surround-Technik bieten neben Schwächen auch entscheidende Stärken. So wird hier oftmals eine sehr gute Soundkarte integriert. Es gibt durchaus einige Headsets, bei denen die Soundkarte noch besser ist als der Onboard-Codec, der auf dem Mainboard verbaut ist. Dank dieser Soundkarte sind beim Gaming-Headset auch einige Zusatzfunktionen sowie diverse Einstellungsmöglichkeiten vorhanden und umfassen beispielsweise einen guten

  • Equalizer
  • Beleuchtungsfunktion
  • Presets für die Surround-Simulation.

Bei vielen Gaming-Headsets besteht die Option die Surround-Funktion abzuschalten und damit den störenden Schwachstellen, die sich durch diese ergeben, aus dem Weg zu gehen.
USB-Headsets fallen auf dem Markt in den meisten Fällen durch ihre besonders umfangreiche Kabelfernbedienung auf. Die Soundkarte kann bei manchen Modellen abgenommen werden. Durch einen Klinkenstecker kann das Gerät dann direkt mit der Soundkarte verbunden werden. Auch ein mobiler Betrieb mit Smartphone und Tablet ist so möglich.

Stereo-Headsets bieten oft ebenfalls USB-Soundkarte

Die USB-Soundkarte kommt nicht nur bei den Surround-Headsets vor, sondern recht häufig auch bei den klassischen Stereo-Headsets. Auch bei diesen Headsets profitieren sie gerade von den Features, die ihnen optimale Einstellungen ermöglichen. Die USB-Soundkarte weist bei einigen Modellen sogar eine bessere Qualität auf als das Onboard-Audio-System. Sind zusätzliche Features vorhanden, ist das für das Klangerlebnis grundsätzlich recht praktisch. Doch auch hier gibt es zwischen den Modellen enorme Qualitätsunterschiede. So gibt es auf dem Markt einige USB-Lösungen, bei denen du dich mit einem deutlichen Rauschen zufrieden geben musst.

Klassische Stereo-Headsets sind in der Regel deutlich besser als ihr Ruf. Haben diese Headsets einen Klinkenanschluss, profitierst du von der Fokussierung, denn hier wird bewusst auf viel Unnötiges verzichtet. Es gibt hier kein USB-Gerät, durch das der Klang negativ beeinträchtigt wird. Du kannst also das komplette Potenzial, das in der Audiohardware steckt, auszunutzen. Übrigens musst du auch bei diesen Headsets in der Regel nicht auf die Surround-Simulation verzichten. Du kannst hierfür einfach die Funktionen nutzen, die auf Soundkarte oder Onboard-Audios vorhanden sind.

Verschiedene Bauarten im Überblick

Es gibt beim Gaming-Headset verschiedene Bauarten, die je nach Modell von den Herstellern umgesetzt werden. Alle Bauarten gehen natürlich mit Stärken und Schwächen einher. Letztlich ist es aber auch Geschmackssache für welche dieser Bauarten du dich entscheidest. Es gibt drei Punkte, die durch die Headset-Bauart entscheidend beeinflusst werden:

  • Klang
  • Isolation
  • Komfort

Liebäugelst du mit einem schweren, großen Headset, musst du auch darauf achten, dass die Ohrpolster ausreichend groß und üppig gestaltet sind. Nur so wird sichergestellt, dass sich das Gewicht um einiges besser verteilt. Es gibt auch einige Gaming-Headsets, die klein und leicht sind. Die aufliegenden Polster sitzen dann in der Regel gut. Trotzdem ist hier der Druck in der Regel einfach deutlich stärker als bei Modellen, die im Over-Ear-Design gestaltet sind.
Ein vollständig umschließendes Modell sollte insbesondere für Brillenträger ein Favorit sein. Es gibt aber auch viele Brillenträger, die diese Modelle ablehnen, da es unter den Hörern während des Spielens sehr warm wird. Unabhängig von der Bauart ist bei allen Headsets vor allem eins besonders wichtig: Sie müssen gut sitzen, denn nur dann sind sie auch komfortabel. Der Sitz hat darüber hinaus auch erheblichen Einfluss auf die Klangqualität. Ist der Sitz nicht optimal, musst du häufig damit rechnen, dass die Töne nicht richtig in die Gehörgänge gelenkt werden. Dies ist insbesondere bei tiefen Tönen der Fall. Sowohl Basstöne als auch die unteren Mitten werden durch den falschen Sitz stark in Mitleidenschaft gezogen.

Vergleich von offenen und geschlossenen Kopfhörern

BauweiseMerkmale
Offene Kopfhörer-Bass ist weniger stark ausgeprägt
-Präzision ist geringer
-Tieftöne fallen weicher und schwammiger aus
- bessere Raumabbildung
- viel offeneres Klangbild
- authentisch wirkende Kulisse
- Luft kann an die Ohren gelangen
Geschlossene Kopfhörer- bessere und stärkere Basswiedergabe
- Klänge werden gezielt in die Gehörgänge gelenkt
- Klänge können nicht nach außen entweichen
- unter den Hörern wird es oft unangenehm warm
- werden nicht von jedem Gamer als komfortabel empfunden

Verschiedene Frequenzen

In Verbindung mit Gaming-Headsets wird häufig mit Frequenzen als Kaufargument gearbeitet. Dabei musst du jedoch bedenken, dass unser menschliches Gehör längst nicht alle Frequenzen wahrnehmen kann. Es gibt für unser Gehör drei Frequenzen, die deutlich wahrnehmbar sind:

  • Tiefton
  • Mittelton
  • Hochton

Kann ein Mensch zu 100 Prozent hören, decken diese Bereiche Frequenzen ab, die sich von rund 20 Hz bis 20.000 Hz bewegen. Der Infraschall beginnt dabei prinzipiell unter 20 Hz. Zwar ist der menschliche Körper dazu in der Lage den Infraschall an sich wahrzunehmen, was den Druckveränderungen geschuldet ist, die sich in der Luft ergeben, doch er kann diese nicht hören. Die meisten Menschen können stattdessen den sogenannten Ultraschall, der bei mehr als 20.000 Hz liegt, nicht wahrnehmen. Dies trifft oft nur auf sehr junge Personen zu, die darüber noch ein ausgezeichnetes Gehör haben.