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Getreu dem Motto „gut gesessen, ist halb gewonnen“ darf bei der Auswahl der eigenen Gaming-Ausstattung nicht nur auf die Technik geachtet werden. Ebenso wichtig ist die Wahl der richtigen Möbel. Immerhin verbringst du als begnadeter Gamer nicht nur wenige Minuten, sondern oft mehrere Stunden vor dem PC und in dieser Zeit möchtest du natürlich bequem sowie vor allem schmerzfrei sitzen. Um dies zu gewährleisten, haben sich einige Unternehmen in den vergangenen Jahren mit der Entwicklung des Gaming-Stuhls auseinandergesetzt und so entstand auf dem Markt ein doch recht umfassendes Angebot an hochwertigen Gaming-Stühlen. Doch was macht einen Gaming-Stuhl aus? In welchen Punkten unterscheidet er sich von vielen anderen Modellen und worauf musst du beim Kauf achten? Gaming-Stühle unterscheiden sich oftmals schon durch das Design von vielen anderen Bürostühlen. Sie wirken sportlich und cool. Ein wenig erinnern sie sogar an die Sportsitze, die in getunten Fahrzeugen verbaut werden.

Das lange Sitzen am Schreibtisch bzw. vor dem Computer stellt für unseren Rücken eine enorme Belastung dar. Von Natur aus sträubt sich unser Körper gegen starres Sitzen und reagiert darauf mit Verspannungen und beachtlichen Schmerzen. Um dies zu vermeiden, sind moderne Stühle so konzipiert, dass sie zu Bewegungen beim Sitzen animieren. Dies kann beispielsweise durch Wippen sichergestellt werden. Zwar kosten Gaming-Stühle deutlich mehr als klassische Bürostühle, doch diese Investition lohnt sich, denn durch sie wird Rückenbeschwerden vorgebeugt.

Die wichtigsten Faktoren im Überblick

Bei der Suche nach einem Gaming-Stuhl wirst du schnell auf sehr unterschiedliche Preislagen stoßen. In den meisten Fällen ist es jedoch wirklich ratsam 50 bis 100 Euro mehr auszugeben, um dann einfach ein besseres Sitzgefühl zu erreichen. Ein guter Gaming-Stuhl muss sich vor allem in drei Kategorien durchsetzen:

  • Qualität
  • Ergonomie
  • Einstellmöglichkeiten

Bei der Qualität gilt es auf Materialien und Verarbeitung zu achten. Hier gibt es zwischen den Modellen große Unterschiede. Verarbeitungsschwächen erkennst du vor allem an Instabilität. Häufig beginnen die Stühle beim Sitzen zu wackeln, was ausgesprochen unangenehm ist. Schwächen bei der Verarbeitung zeigen sich aber auch bei Nähten, die eventuell lose oder nicht richtig verschlossen sind. Die Materialien sollten robust sein, weiterhin aber auch durch eine angenehme Haptik auffallen.

Je nach Stuhlmodell werden verschiedene Materialien verwendet. Neben Echtleder gehören hierzu auch Kunstleder und Stoff. Alle drei Materialien bieten Vorzüge. Kunstleder ist im Vergleich zu Echtleder einfach deutlich preiswerter, geht aber auch mit ansprechenden Pflegeeigenschaften einher. Sowohl Echt- als auch Kunstleder fallen durch eine recht kühle Haptik auf, die allerdings im Sommer nicht immer angenehm ist, denn wenn du beim Spielen ins Schwitzen gerätst, passiert es schnell, dass das Material an der Haut klebt. Stoffbezüge haben eine angenehm weiche, warme Haptik. Allerdings sind sie schwer zu reinigen. Der Alltag hinterlässt hier also sichtbare Spuren.

Anforderungen an die Ergonomie

Ein ausschlaggebendes Kriterium für einen guten Gaming-Stuhl ist die Ergonomie. Als Gamer verbringst du in diesem Stuhl meist Stunden. Es ist daher wichtig, dass keine Rückenbeschwerden entstehen. Die Ergonomie gibt den Rahmen für die Funktionalität vor. Sie lässt ein aktiv-dynamisches Sitzen zu, durch das du dich bewegen kannst. Sehr wichtig ist hier insbesondere der Lenden- und Rückenbereich. Hier können Lendenstützen eine deutliche Entlastung erreichen. Damit sie die Bequemlichkeit erhöhen, sollten sie einstellbar sein, sodass sie sich an deine Körpergröße anpassen lassen.

Viele Gaming-Stühle bieten eine Wippfunktion. Das heißt: Du kannst mit diesen Stühlen nach vorn und zurück wippen. Einige gute Modelle bieten Armlehnen. Während des Spielens kannst du die Arme einfach ablegen, was mit einer hohen Entlastung einhergeht. Die Einstellungsmöglichkeiten bei den Armlehnen sind begrenzt. Bei der Mehrzahl der Stühle beziehen sich diese nur auf die Höhe der Lehnen.

Die Höhenverstellung ist eines der wichtigsten Kriterien für einen guten Gamer-Stuhl. Sie kann durch verschiedene Techniken erfolgen und lässt eine Anpassung der Sitzhöhe an die Körpergröße zu. Neben der Sitzhöhe ändert sich hier auch prinzipiell die Lehnenhöhe. Es gibt sogar einige richtige gute Modelle, bei denen du die Rückenlehne vollkommen flach einstellen kannst. Das heißt: Wenn du dich strecken möchtest, musst du nicht erst aufstehen.

Die Rückenlehne schafft wichtige Entlastung

Einen guten Gaming-Stuhl erkennt ihr nicht zuletzt an der Rückenlehne. Die Rückenlehne gerät bei der Auswahl gern in Vergessenheit und das obwohl sie eine der wichtigsten Aufgaben übernimmt. Bei einem guten Modell endet die Lehne genau dort, wo auch der Kopf aufhört, sodass sie tatsächlich den gesamten Rücken unterstützen kann. Kopfstützen sind bei einigen Modellen beweglich, sodass eine Anpassung an den eigenen Bedarf möglich ist. Hier haben sich in den letzten Jahren vor allem gepolsterte Modelle durchgesetzt. Durch die Polsterung gewinnt die Kopfstütze erheblich an Bequemlichkeit und verbessert damit den Sitzkomfort des kompletten Stuhls. Eine Wohltat ist eine solche Stütze vor allem für die Halswirbelsäule.

Liebäugelst du mit einem Stuhl, bei dem die Rückenlehne nur bis zum Nacken reicht, solltest du das System um eine zusätzlich angebrachte Kopfstütze erweitern. Dieses Konzept ist an die Sitze in Autos angelehnt und hat sich bewährt. Deinem Rücken tut eine gute Federung der Lehne besonders gut. Eine gute Federung erkennst du unter anderem daran, dass die Lehne beim Zurücklehnen zwar leicht zurückgeht, aber gleichzeitig auch gegen dich drückt. Der Sitzkomfort erinnert hier an den eines Schaukelstuhls und wird auch nach mehreren Stunden als sehr angenehm empfunden.

Auf die Details achten

Bei jedem Gaming-Stuhl gilt es auf die Details zu achten. Ein solches Detail ist beispielsweise die Neigung zwischen Lehne und Sitzfläche. Hier gibt es große Unterschiede, denn nicht bei jedem Stuhl wird dieser Neigungswinkel automatisch mit angepasst. Diese Details beeinflussen oft auch den Preis. Jeder gekaufte Gaming-Stuhl ist natürlich in erster Linie eine Frage des Preises. Hier gibt es enorme Unterschiede. Auch wenn Qualität ein Muss ist, solltest du dein persönliches Budget definieren.

Um dir die Entscheidung und den Kauf zu erleichtern, haben wir die wichtigsten Fakten für den Stuhlkauf noch einmal zusammengestellt:

  • Wie viel darf der Stuhl kosten? Wie hoch fällt dein Budget aus? Wie viel Geld möchtest du ausgeben?
  • Wie lange möchtest du den Stuhl nutzen? Suchst du nach einer vorübergehenden Lösung oder nach einem Stuhl, auf den du dich jahrelang verlassen kannst?
  • Wie soll dein Gaming-Stuhl aussehen? Welche Farbe ist dein Favorit?
  • Bevorzugst du eine bestimmte Marke?
  • Welche Funktionalitäten muss dein Gaming-Stuhl bieten?

Und nun hast du die Wahl, für welchen Gaming-Stuhl du dich entscheiden möchtest.